Ernährungssouveränität für Afrika – Erfolg auf ganzer Linie!

Nach langer Schaffenspause möchte ich die gastrosophischen Themen der letzten zwei Monate endlich aufarbeiten und niederschreiben. Ende Oktober war der zweijährig wiederkehrende Salone del Gusto mit der Terra Mare Konferenz. Beginnen möchte ich dabei mit einem besonders schönen und sehr erfolgreichen Projekt von Slow Food Africa. Vor 4 Jahren wurde in Pollenzo und Turin der Grundstein zu einem Projekt der gelebten Ernährungssouveränität gelegt:

10.000 Food Gardens for Africa

SlowFood wollte 1.000 Schulgärten und Gemeindegärten – Food Gardens – initiieren um den Menschen wieder zu zeigen, dass die afrikanische Erde ihre Bewohner ernähren kann. Mit der Unterstützung von Experten wurden passende Flächen ausgesucht, ihre Lage und Ausrichtung erkundet, nach Wasserversorgung gesucht oder diese eingerichtet und geschützt, das Mikroklima beobachtet und schließlich mit dem Wissen der Älteren die passenden Gemüse und Obstsorten gepflanzt, umsorgt und vor Tieren möglichst gut geschützt. Das Projekt wurde so erfolgreich, dass es ab heuer auf 10.000 Gärten am ganzen Afrikanischen Kontinent erweiterte wird. Menschen aller Altersklassen – Schüler, Jugendliche, Erwachsene und Senioren – lernen nicht nur Gemüse zu ziehen, sie erleben eine soziale Gemeinschaft, sie arbeiten, feiern, lachen und weinen miteinander, versorgen sich selbst und können manchmal sogar Teile der Ernte verkaufen und ein geringes Einkommen daraus ziehen. Sie ziehen ihre Pflanzen selbst, machen Kompost und tauschen Erfahrungen, Samen und Jungpflanzen aus um einander zu unterstützen. Sie beschäftigen sich mit Nützlingen und versuchen Krankheiten mit harmlosen Mitteln zu beseitigen oder ihre Pflanzen so zu stärken, dass sie erst gar nicht aufkommen. Sauberes, faires und gesundes Essen im Sinne von Slow Food. Das Projekt kann hier lebendig mitverfolgt werden: http://www.slowfoodfoundation.com/pagine/eng/orti/cerca.lasso?-id_pg=265

Lavazza Kalender 2015: Afrika im Fokus

Lavazza hat seinen Kalender 2015 in den Dienst dieser 10.000 Gärten, dieser Initiative für Ernährungssouveränität in Afrika, gestellt. Für die neue Edition konnte Lavazza den renommierten Fotojournalisten Steve McCurry gewinnen, der im Auftrag des italienischen Caffè-Rösters und der Organisation Slow Food den afrikanischen Kontinent bereiste und dort Frauen und Männer porträtierte, die sich mit ihren engagierten Projekten Tag für Tag mit Mut und Hingabe für ihr Land und seine erhaltenswerten Traditionen einsetzen. Nadia, die stolze Arganöl-Beschützerin aus Marokko, John, der Hüter der Kürbisse im kenianischen Lare, Anna, die sich auf der Insel Fadiouth im Senegal für die Qualität von salzigem Hirse-Couscous einsetzt, und Asnakech, die Kaffeefelder in Äthiopien bewacht – Sie alle sind Protagonisten des Lavazza Kalenders 2015, der den Titel „The Earth Defenders“ trägt.

Lavazza und Slow Food unterstützen mit dem Kalender 2015 die „Earth Defenders“ und ihre traditionellen, tief in der jeweiligen Kultur verwurzelten Formen der Lebensmittelherstellung. Jeder von ihnen steht symbolisch für das Funktionieren und die Potenziale lokaler Erzeugergemeinschaften und ist damit Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft. Der Lavazza Kalender wurde heuer zum ersten Mal in Turin beim Salone del Gusto auch als Limited Edition verkauft und der Erlös geht an das Slow Food Projekt „10.000 Food Gardens in Africa”.

Earth Defenders: http://195.248.83.161/a0557/lvz2015videos/en/project/02.mp4

http://calendar2015.lavazza.com/#/en/home

Lavazza Kalender 2015: #EARTHDEFENDERS